Mediation bei Unfall mit Folgen
Wie schnell ist man mit dem Auto oder dem Motorrad in einen Unfall verwickelt? Oder auch als Fußgänger oder Radfahrer kann es einem passieren, das man durch einen anderen Verkehrsteilnehmer verletzt wird, oder selbst unbeabsichtigt jemanden verletzt. Aus solchen Unfällen und den damit verbundenen Folgen, wie Schadensersatzansprüche oder Zahlungen für Schäden am Fahrzeug, können hohe Forderungen auf einen zukommen. Oft kommt es in solchen Fällen, wo hohe Schadenssummen zur Zahlung im Raum stehen, zu langwierigen und teuren Rechtsstreitigkeiten, die nicht nur an die psychische, sondern oft auch an die finanzielle Substanz gehen. Ein Gerichtsprozess ist immer darauf ausgelegt, Ansprüche der Parteien zu regeln. Diese Ansprüche müssen nicht immer im Interesse der beteiligten Parteien sein. Daher kann es sinnvoll sein, vor dem Gang vor ein Gericht einen Mediator aufzusuchen, um eine beiderseitige Einigung der Unfallbeteiligten zu erzielen.
Mediatoren sind Personen, die in einer Streitigkeit zwischen zwei oder mehreren Beteiligten versuchen zu schlichten, um eine außergerichtliche Lösung zu finden, die die Interessen der beteiligten Personen wahrt. Dabei ist der Mediator völlig unparteiisch, was wichtig ist für Leitung der Mediation. Der Mediator sorgt für die Fairness während des Verfahrens. Er ist als Schlichter zwischen den einzelnen Parteien zu sehen, der in kritischen und emotional aufgestauten Situationen den Überblick behält, und dafür sorgt, dass die Interessen jedes einzelnen Teilnehmers gewahrt werden.
Einigen sich die Parteien in einer Mediation auf eine gemeinsame Lösung, so hat diese jedoch nicht den Charakter eines Rechtsspruchs vor Gericht. Viel mehr ist die gefundene Lösung eine gemeinsam getroffene Vereinbarung zwischen den Parteien, um sich einen kostspieligen und langwierigen Gang vor Gericht zu ersparen. Die Verantwortung für das Endergebnis und die daraus resultierenden Folgen, bleiben alleine bei den beteiligten Personen. Der Mediator hält das Ergebnis in einem Bericht schriftlich fest, übernimmt aber keinerlei Verantwortung für dieses Ergebnis. Wichtig dabei ist, dass alle Betroffenen mit der Lösung gut leben können, und die Wahrung der Interessen jedes Einzelnen in der Einigung erzielt werden konnte. Dies ist oft mit einem Mediator, der das Gespräch leitet und mit rechtlichen Grundlagen untermauern und auch mal bei all zu heftigen Diskussionen schlichtend eingreifen kann, leichter als wenn man alleine verhandelt.
Wichtig bei der Wahl des Mediators ist es, gerade in Hinsicht auf schwere Unfälle, wo es zum Beispiel um Arbeitsunfähigkeit und Ausgleichszahlungen geht, das man eine fachlich und rechtlich gefestigte und kompetente Person wählt. Solche geschulten Mediatoren kann man sich bei den Gerichten seiner Stadt nennen lassen. Dort gibt es Listen über Mediatoren, und die Sachbereiche für die diese besonders kompetent sind. Auch im Internet kann man Mediatoren finden, jedoch sollte man gut vergleichen um nicht an eines der schwarzen Schafe in der Branche zu kommen, die es natürlich auch hier gibt.
Mediatioren werden immer beliebter, weil man wesentlich schneller einen Termin zur Behandlung des Streits bekommt als bei Gericht, und die Verfahren relativ schnell über die Bühne gehen. Außerdem sei noch einmal erwähnt, dass man sich bei einem Mediator viel Geld sparen kann, und trotzdem rechtlich und fachlich beraten wird. Auch nicht außer Acht lassen sollte man die psychische Belastung, die ein Gerichtprozess mit sich bringt. Daher lohnt es sich auf jeden Fall bei Streitigkeiten, in denen man keine Einigung erzielen kann, erst einmal einen Mediator anzurufen, um eine außergerichtliche Einigung erzielen zu können.
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